VESPA Basar in Lüneburg 2022 mit dem VC-Pinneberg

Am diesem Sonntag  im Mai war die Luft noch klar. Die Temperatur sehr angenehm, mit wolkenfreien Himmel. Beste Voraussetzungen für Videos mit höchster Qualität. 


Von dieser Fahrt hatte ich schon vor 3 Jahren geträumt. Irgendwie konnte ich mich 2019 nicht dazu aufraffen "alleine" mit meiner "alten GTS 250" nach Lüneburg zu fahren. Nun sollte ein Traum wahrwerden. Mein Online-Kalender meldete ein paar im Voraus - es ist bald soweit. 

Alleine sollte es nun auch nicht mehr sein. Wie der Zufall es wollte, steckte ein Clubmitglied des VC-PINNEBERG (vc-pinneberg.de) eine Visitenkarte an meinen Roller, als ich gerade im Baumarkt war. Ich schrieb den 1. Vorsitzenden, Jens an. Prompt kam die Antwort und so trafen wir uns bei einem Pinneberger Motorradhändler (2 RADHAUS STADIE, Elmshorner Str. 172, 25421 Pinneberg). 

Mit ACHT VESPAS, zwei davon GTS 300 macht es richtig Spaß zu fahren. Viel besser, als alleine! Allerdings hörte ich mein Motorgeräusch kaum noch. Es wurde deutlich von den Zweitaktmotoren übertönt. Das Fahrgefühl war schon fast wie auf einem Elektroroller - nein sowas kommt mir nicht ins Haus. 

Zweitakte - geht das überhaupt? Kennt das noch jemand? Als ich wieder nach Hause kam roch die Jacke merkwürdig, meinte Bärbel. Ich war doch an der frischen Luft. Da viel es mir wieder ein - Zweitakter haben Öl im Tank! So weit ist es schon gekommen, dass ich darüber nachdenken muss. 


KAWASAKI KX500 - Zweitakter ohne Straßenzulassung - nagelneu.

Früher - Ende der 80er - hatte ich auch mal ein Motorrad mit Zweitakt Motor KAWASAKI KX 500. Eine Moto Cross Maschine ohne Straßenzulassung hatte ich mir nagelneu gekauft - eine Höllenmaschine 98kg leicht + 63PS sind schwer zu beherrschen, besonders im Gelände. 


Die Fahrt ging über Schenefeld zur Auffahrt Bahrenfeld, um durch den Elbtunnel zu kommen. Schade, dass das Video defekt ist, wo Martin im Tunnel mich überholt. Walterhof gleich wieder runter von der A7 - nur nicht Autobahn fahren. 

Christian überraschte uns mit einem Unikat. Was ist das überhaupt? Sieht irgendwie nicht so aus, wie man so Roller kennt. Die Frage sollte lauten: WAS WAR DAS MAL? Ursprünglich ist der Roller mit TÜV Zulassung auf Basis einer PIAGGIO HEXAGON gebaut worden. Fahrgestell, Motor und Gabel, wenn auch etwas modifiziert, sind geblieben. Die vordere Verkleidung stammt von einem HEINKEL TOURIST.  Das hintere Oberteil stammt aus DDR Produktion Zeiten. Die Einfassungen der LED Rücklichter sind die Sternmuttern vom Auspuff Krümmer einer BMW R60/75/90. Die Idee finde ich besonders gut. Ich durfte sogar eine Runde fahren - in total "abgefahrenes" Teil. 


Der VESPA CLUB LÜNEBURG hat sich wirklich Mühe für den BASAR gegeben. Nach 2 Jahren CORONA haben viele Roller Freunde dieses Event gern angenommen. Der Platz vor dem Clubhaus war nahezu voll. Für gegrillte Würstchen, selbst gebackenen Kuchen, Bier und Kaffee wurde gesorgt.

Es gab auch viel zu sehen. Ersatzteile 


und seltene Vespa's, wie eine schwedische Variante, die besonders leicht gebaut wurde, wegen der damals geltenden gesetzlichen Bestimmungen, waren sehr interessant. Es hat mir sehr gut gefallen und meine Erwartungen wurden übertroffen. 
Das mit dem Seitenständer war schön blöd von mit. Alle mussten auf mich warten beim Losfahren. Die Aufregung mit einer Gruppe zu fahren und als Letzter zu starten war wohl zu viel. Der ausgeklappte Seitenständer verhindert das Starten der GTS. Wahrscheinlich haben die über 30 Jahre alten Vespa's so eine Technik gar nicht. Das modernste Fahrzeug fuhr nicht los und Jens und Martin kamen freundlicher Weise zurück, um zu sehen was los ist und mir zu helfen. Schließlich kam ich selbst drauf - etwas peinlich war es schon...

Nummernschilder können einfach "fest geschossen" werden

Die Rückfahrt sollte nun im Norden um Hamburg herum führen. Durch die Stadt zu fahren, hatte niemand Lust. Über die Elbe ging es bei Geesthacht. Mein Wissen über "Blech Vespa's" ist etwas mehr geworden, doch noch weit entfernt von meine Mitfahrern. Von speziellen, selbst konstruierte Ansauggeräuschreduzierungshülsen hatte ich bisher noch nie gesehen, geschweige davon gehört.  


Wahrscheinlich wäre ich schon überfordert das richtige Mischungsverhältnis von Zweitakt-Öl und Benzin jedes Mal beim Tanken auszurechnen. Petra hat dafür auf der Innenseite des Handschuhfachdeckels eine Tabelle kleben - wieder was dazu gelernt.

Eine Kaffeepause war noch drin und Gelegenheit Benzin Gespräche zu führen. Ein herrlicher Tag fand so einen harmonischen Ausklang. 

MotoBikeRalf.de

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